Smart Home mit KNX u.a.

Als unser Haus 2000 gebaut wurde, hatte ich in der Elektro-Planung den KNX-Bus konsequent mit vorgesehen.


Allerdings war die Steuerung der Rollläden und die automatischen Beleuchtung nicht durchgängig.


Es gab von Busch-Jäger kleine Steuerungen, die aber immer wieder softwaretechnische Probleme hatten.


Ich habe dann lange nach einer guten Lösung gesucht. Hier meine Erfahrungen dazu:


Einen Home-Server wollte ich nicht anschaffen, die Funktionen hatten mich nicht überzeugt, der Preis schreckte ab.
Auf Grund des berufbedingten Zeitmangels wollte ich auch nicht mit FHEM und anderen Lösungen anfangen.

Überzeugt hat mich dann der Miniserver von Loxone.
Dieser verfügt über eine KNX-Schnittstelle, die problemlos funktioniert.
Die Programmierung war für mich einfach umzusetzen (ohne Schulung ...) und ermöglichte völlig neue Aspekte an Funktionalitäten.

Ein weiteres Projekt habe ich dann doch realisiert, um Alexa mit dem Miniserver zu verbinden.
Die HA-Bridge kommuniziert mit Alexa, die Kommunikation mit dem Miniserver erfolgt über HTTP-Befehle. Wenn man einmal das Grundprinzip verstanden hat, ist jede Erweiterung ein Kinderspiel.

Ich habe das allerdings nicht auf einem Raspberry installiert sondern auf einem energiearm-getrimmten Windows-Rechner. 

Manchmal gibt es Probleme in der Kommunikation Alexa - HA-Bridge - Miniserver. Alexa erkennt Umlaute in der HA-Bridge-Namensgebung nicht. Dazu gibt es derzeit (8-2020) nur einen Workaround:
Nachdem man einen Suchlauf auf der PC-Alexa-App durchgeführt hat und hoffentlich alle Geräte erkannt wurden, ändert man in der Alexa-App auf dem Tablet/Smartphne den Namen auf den richtigen Umlaut. Dann funktioniert alles sofort.
Ist zwar etwas arbeitsaufwändig - aber es klappt.

Ein Raspberry ist mit einem Funk-Modul ausgestattet, fungiert als HomeMatic Zentrale und kommuniziert mit HomeMatic-Peripherie.
Die Kommunikation mit dem Miniserver erfolgt wie bei der HA-Bridge.

Damit wurde der KNX-Bus in eine funktionell sehr umfangreiche Systemumgebung integriert, mit der alle Funktionen des Smart Home, die man sich wünscht, möglich sind.

 

(Die Nennung von Produkten erfolgt ohne wirtschaftliche Interessen)

HA-Bridge und Alexa

Angesichts diverser Foreneinträge, die alle am gleichen Punkt verzweifeln, hier ein Tipp zu folgender Problemstellung:

"Alexa findet HA-Bridge nicht"

Aktivieren Sie bei der HA-Bridge unter "Bridge-Control - Update Security Settings" die Einstellung "Use Link Button". 

Dann erscheint unter "Bridge Devices" ein Link-Button.

Damit Alexa bei der Suche nach Geräten die HA-Bridge mit den hier konfigurierten Geräten auch findet, die Suche in der Alexa-App bzw. auf der Webseite starten und SOFORT den Link-Button anklicken.

Dann hat es bei mir sofort geklappt, ich habe über 30 Geräte mit entsprechenden Kommandos an den Miniserver konfiguriert.

Ggf. muss man alle Alexa-Geräte bis auf eines ausschalten, ich habe das aktive Gerät (Echo Dot) sicherheitshalber neu initialisiert.

Umlaute:

Die Umlaute können in der Alexa-App auf dem Smartphone über Einstellungen (... das Zahnrad) korrigiert werden.

Alexa doppelte und alte Geräte

Auch dieses Problem geistert durch diverse Foren. Ich hatte das Problem nach Tests auch. Das Löschen über die Alexa-Website hilft meistens nicht, ich habe zuerst alle Alexa-Geräte im Netzwerk über Einstellungen deaktiviert, dann Geräte neu suchen lassen und über die Android-App die verbliebenen Geräte gelöscht. Das geht auch mit der IOS-App. 

So hat man nach einigem zeitlichen Aufwand schließlich alle "alten" Geräte gelöscht und die bleiben dann auch weg.

LOXONE und Homematic

Mit meinem Loxone-Miniserver nutze ich auch Homematic-Komponenten (Fenstersensoren, Brandmelder, Schaltaktoren, Klimasensoren im Außenbereich).

Wie man das insbesondere mit dem rasperrymatic-Projekt macht, ist sehr gut beschrieben:

https://www.loxwiki.eu/display/LOX/Homematic+in+Loxone+integrieren


ioBroker

Die aktuell verfügbaren Smart Home-Systeme haben einen Nachteil, sie sind nicht allein auf dieser Welt, es gibt noch diverse andere Systeme, die durchaus Vorteile haben können.

Dafür wurde ioBroker entwickelt, eine Plattform, die verschiedenste Systeme miteinander verbinden kann.

Ich habe erst einmal Zigbee-Komponenten (Türkontakt) bei mir integriert. Dieser Funkstandard nutzt ebenfalls das 2,4GHz-Band wie WLAN, aber mit einem anderen Spektrum und der Eigenschaft, dass nur dann gesendet wird, wenn es neue Informationen gibt. Das bedeutet: niedriger Batterieverbrauch.

Man braucht natürlich einen entsprechenden Sender/Empfängerbaustein, den es als USB-Stick zu kaufen gibt.

ioBroker kann optimal mit Alexa kommunizieren, jetzt kann ich darüber beliebige Texte ausgeben. 

Wenn man beispielsweise das Haus verlassen möchte und die Alarmanlage aktiviert, teilt mir die nächstliegende Alexa mit, ob ggf. noch ein Fenster offen ist, welches vergessen wurde.

Mit Blockly bietet ioBroker grafische Skripte an, mit denen verschiedenste Aktionen programmiert werden können, ohne programmieren zu können.

Es gibt diverse Tutorials, meistens als Youtube-Videos. Einfach mal nach z.B. "ioBroker Alexa" googeln.

Bei mir läuft ioBroker auf einem Raspberry PI4, das ist eine Kombination, die durchaus auch professionell eingesetzt werden kann. Es ist also keine Bastellösung, auch Smart-Home-Anbieter sollten sich damit beschäftigen.